Winkearme trotz Sport? Was wirklich gegen schlaffe Oberarme hilft

Viele Frauen kennen dieses Problem: Der Körper ist schlank, vielleicht wird regelmäßig Sport getrieben und auch mit dem eigenen Gewicht ist man eigentlich zufrieden. Trotzdem wirkt die Haut an den Oberarmen weich, schlaff oder hängt sichtbar herab. Beim Heben oder Bewegen der Arme schwingt sie mit – daher auch der wenig schmeichelhafte Begriff „Winkearme“.

Sommer, Sonne, ärmelloses Kleid – eigentlich perfekt. Wären da nicht die Oberarme.

Viele Frauen kennen dieses Problem: Der Körper ist schlank, vielleicht wird regelmäßig Sport getrieben und auch mit dem eigenen Gewicht ist man eigentlich zufrieden. Trotzdem wirkt die Haut an den Oberarmen weich, schlaff oder hängt sichtbar herab. Beim Heben oder Bewegen der Arme schwingt sie mit – daher auch der wenig schmeichelhafte Begriff „Winkearme“.

Was zunächst vielleicht nur ein kleines ästhetisches Detail ist, kann im Alltag zunehmend stören. Ärmellose Tops bleiben im Schrank, Kleider werden danach ausgesucht, ob sie die Oberarme bedecken, und auf Fotos werden die Arme möglichst dicht am Körper gehalten.

Besonders frustrierend ist es, wenn man bereits viel dafür getan hat: Sport, Gewichtsabnahme, Muskeltraining – und trotzdem verändert sich ausgerechnet diese eine Körperregion kaum. Der Grund dafür ist häufig einfach: Nicht die Muskulatur und manchmal nicht einmal das Fett sind das eigentliche Problem. Es ist die Haut.t.

Warum entstehen eigentlich „Winkearme“?

Die Haut unserer Oberarme muss im Laufe des Lebens einiges mitmachen. Gewichtsschwankungen, Schwangerschaften, eine größere Gewichtsabnahme und natürlich auch der ganz normale Alterungsprozess verändern ihre Elastizität.

In jungen Jahren kann sich die Haut nach einer Veränderung des Körpergewichts häufig noch sehr gut zurückbilden. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Fähigkeit jedoch ab. Kollagen- und Elastinfasern verändern sich und die Haut verliert an Spannkraft.

Besonders ausgeprägt kann dies nach einer stärkeren Gewichtsabnahme sein. Das Volumen des Oberarms wird kleiner, die zuvor gedehnte Haut bildet sich jedoch nicht im gleichen Maße zurück.

Das Ergebnis: Der Arm ist eigentlich schlanker geworden, aber die überschüssige Haut bleibt.

Dabei muss man keineswegs stark übergewichtig gewesen sein. Auch bei schlanken Frauen können Veranlagung, Hautqualität und Alter dazu führen, dass sich an der Unterseite der Oberarme ein zunehmender Hautüberschuss entwickelt. Und genau dieser Bereich ist mit Sport nur sehr begrenzt zu beeinflussen.

Warum hilft Sport oft nicht?

Wer sich an seinen Oberarmen stört, versucht häufig zunächst, sie gezielt zu trainieren. Das ist grundsätzlich sinnvoll: Ein gut trainierter Trizeps verbessert die Form und Kontur des Oberarms. Allerdings kann selbst der beste Muskel eine deutlich erschlaffte Haut nicht wieder straffen. Denn Muskel und Haut sind zwei völlig unterschiedliche Strukturen.

Krafttraining kann Muskulatur aufbauen. Bewegung und eine ausgewogene Ernährung können helfen, Körperfett zu reduzieren. Eine Haut, die ihre Elastizität verloren hat und bereits deutlich überschüssig ist, lässt sich dadurch jedoch nicht einfach wieder verkürzen. Das erklärt auch ein Phänomen, das viele Frauen als besonders frustrierend empfinden: Sie werden schlanker und fitter – aber die „Winkearme“ bleiben. Manchmal fallen sie nach einer Gewichtsabnahme sogar stärker auf als vorher.

Fettabsaugung gegen Winkearme – klingt logisch, ist es aber nicht immer

Ein weiterer Gedanke liegt nahe: Wenn der Oberarm zu kräftig wirkt, könnte man doch einfach das überschüssige Fett absaugen. Tatsächlich kann eine Fettabsaugung am Oberarm bei geeigneten Voraussetzungen eine sehr gute Methode sein. Entscheidend ist jedoch die Hautqualität.

Denn eine Fettabsaugung entfernt Fett – sie entfernt keine überschüssige Haut.

Ist die Haut noch straff und elastisch, kann sie sich nach der Entfernung von Fettgewebe an die neue Kontur anpassen. Besteht dagegen bereits ein deutlicher Hautüberschuss, kann genau das Gegenteil passieren. Durch die Fettabsaugung wird das Volumen unter der Haut reduziert. Wenn sich die Haut anschließend nicht ausreichend zusammenziehen kann, bleibt noch mehr überschüssige Haut zurück. Im ungünstigen Fall wirken die Oberarme danach zwar volumenärmer, aber gleichzeitig schlaffer und faltiger als zuvor. Eine alleinige Fettabsaugung kann bei ausgeprägten „Winkearmen“ deshalb die falsche Behandlung sein und das eigentliche Problem sogar sichtbarer machen.

Haut oder Fett – das ist die entscheidende Frage

Bevor über eine Behandlung gesprochen wird, muss deshalb zunächst geklärt werden, was die störende Oberarmkontur tatsächlich verursacht.

Im Wesentlichen gibt es drei Situationen:

  • Bei manchen Frauen besteht vor allem ein lokales Fettpolster bei noch guter Hautqualität. Hier kann eine Fettabsaugung ausreichen.
  • Bei anderen ist hauptsächlich überschüssige und erschlaffte Haut vorhanden. Dann bringt es wenig, zusätzliches Volumen zu entfernen – hier steht die Straffung im Vordergrund.
  • Und sehr häufig findet sich eine Kombination aus beidem: überschüssiges Fettgewebe und gleichzeitig erschlaffte Haut.

In diesen Fällen können Fettabsaugung und Oberarmstraffung miteinander kombiniert werden. Das überschüssige Fett wird reduziert und gleichzeitig die überschüssige Haut entfernt. Gerade diese individuelle Beurteilung ist entscheidend. Denn nicht jeder kräftig wirkende Oberarm braucht eine Fettabsaugung – und nicht jeder „Winkearm“ benötigt automatisch eine große Straffungsoperation.

Oberarmstraffung: Wenn überschüssige Haut das eigentliche Problem ist

Bei einer Oberarmstraffung wird überschüssige Haut entfernt und die Kontur des Oberarms neu geformt. Das Ziel ist dabei nicht, einen möglichst dünnen oder künstlich gespannten Arm zu schaffen. Vielmehr soll der Oberarm wieder harmonischer, schlanker und straffer zum restlichen Körper passen. Wie umfangreich die Straffung sein muss, hängt vom individuellen Befund ab. Ein begrenzter Hautüberschuss benötigt eine andere Korrektur als eine ausgeprägte Hauterschlaffung beispielsweise nach einer erheblichen Gewichtsabnahme. Bei zusätzlichem Fettüberschuss kann die Straffung mit einer Fettabsaugung kombiniert werden. Dadurch lässt sich nicht nur überschüssige Haut entfernen, sondern gleichzeitig die gesamte Kontur des Oberarms modellieren.

Für die Patientin ist letztlich weniger der Name der Operation entscheidend als eine andere Frage:

Welche Behandlung bringt bei meinen Oberarmen tatsächlich die gewünschte Veränderung?

Und was ist mit der Narbe?

Für viele Frauen ist genau das die größte Sorge vor einer Oberarmstraffung. Völlig ohne Narbe lässt sich überschüssige Haut nicht entfernen. Das sollte man auch nicht schönreden. Allerdings lässt sich die Narbe bei einer klassischen Oberarmstraffung so an der Innenseite des Oberarms positionieren, dass sie bei normal herabhängendem Arm im Alltag vergleichsweise gut verborgen ist. Von vorne oder hinten steht damit in erster Linie die neue Kontur des Oberarms im Vordergrund – nicht die Narbe.

Wie lang die Narbe sein muss, hängt vom Ausmaß und von der Verteilung des Hautüberschusses ab. Bei kleineren Befunden kann eine kürzere Straffung möglich sein, bei ausgeprägten „Winkearmen“ ist eine längere Narbe notwendig, um tatsächlich eine sichtbare Verbesserung zu erreichen.

Hier ist eine realistische Beratung besonders wichtig.

Denn eine möglichst kurze Narbe ist nicht automatisch das beste Ergebnis. Wenn aus Angst vor einer längeren Narbe zu wenig überschüssige Haut entfernt wird, kann genau das Problem bestehen bleiben, wegen dem sich die Patientin ursprünglich für den Eingriff entschieden hat. Entscheidend ist deshalb die richtige Balance zwischen möglichst unauffälliger Narbenposition und einer tatsächlich effektiven Straffung.

Wann ist eine Kombination mit Fettabsaugung sinnvoll?

Nicht selten bestehen „Winkearme“ aus zwei Komponenten: Die Haut ist erschlafft, gleichzeitig befindet sich noch überschüssiges Fettgewebe am Oberarm. Hier kann die Kombination beider Verfahren sinnvoll sein.

Durch die Fettabsaugung lässt sich zunächst das Volumen reduzieren und die Form des Oberarms gezielt beeinflussen. Die Straffung entfernt anschließend den Hautüberschuss, der sich nicht von selbst zurückbilden würde. Das ist ein entscheidender Unterschied zur alleinigen Fettabsaugung.

Fett reduzieren und überschüssige Haut ignorieren kann bei schlechter Hautqualität zu einem enttäuschenden Ergebnis führen. Werden dagegen beide Ursachen berücksichtigt, kann die gesamte Oberarmkontur behandelt werden.

Welche Kombination sinnvoll ist, lässt sich allerdings nicht anhand eines Fotos oder einer Zahl auf der Waage entscheiden. Entscheidend sind unter anderem Hautqualität, Fettverteilung, Ausmaß des Hautüberschusses und die individuellen Proportionen.

Der eigentliche Wunsch: die Oberarme nicht mehr verstecken müssen

Am Ende geht es bei einer Oberarmstraffung häufig um viel mehr als einige Zentimeter Haut. Es geht um das ärmellose Sommerkleid, das seit Jahren im Schrank hängt. Um das Top, bei dem man nicht mehr zuerst prüft, wie weit die Ärmel reichen. Oder um ein Foto, bei dem man nicht automatisch versucht, die Oberarme möglichst dicht an den Körper zu pressen.

Gerade Frauen, die viel Gewicht verloren haben, erleben die überschüssige Haut manchmal sogar als besonders ungerecht: Sie haben ihr Ziel erreicht, fühlen sich fitter und wohler – und werden durch die verbliebene Haut trotzdem ständig an ihre frühere Körperform erinnert.

Eine Oberarmstraffung kann diesen Erfolg nicht ersetzen. Aber sie kann dabei helfen, dass das äußere Erscheinungsbild wieder besser zu dem Körpergefühl passt, das längst erreicht wurde.

Wann lohnt sich eine Beratung?

Wenn Sie sich schon länger an Ihren „Winkearmen“ stören und weder Sport noch Gewichtsabnahme etwas daran verändert haben, lohnt sich zunächst eine genaue Analyse. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell eine Operation zu empfehlen.

Die entscheidende Frage lautet vielmehr:

Ist Fett das Problem? Ist es überschüssige Haut? Oder ist es eine Kombination aus beidem?

Erst wenn diese Frage beantwortet ist, lässt sich beurteilen, ob eine Fettabsaugung, eine Oberarmstraffung oder eine Kombination beider Verfahren sinnvoll ist. Denn gerade bei den Oberarmen gilt: Die richtige Behandlung hängt weniger davon ab, wie kräftig der Arm aussieht, sondern davon, warum er so aussieht.

Sie verstecken Ihre Oberarme schon länger?

Dann müssen „Winkearme“ nicht etwas sein, mit dem Sie sich einfach abfinden müssen. In einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis können wir beurteilen, was hinter der störenden Oberarmkontur steckt und welche Möglichkeiten für Ihren individuellen Befund bestehen.

Vereinbaren Sie jetzt Ihren persönlichen Beratungstermin und erfahren Sie, welche Behandlung für Ihre Oberarme sinnvoll ist.

Prof. Dr. med. Philip H. Zeplin

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

mediZeplin Ästhetik Ludwigsburg


Prof. Dr. med. Philip Zeplin

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